Bayerische Ostgesellschaft e.V.
 


Unsere aktuellen Hilfsmaßnahmen in der Ukraine

Es ist unendliches Leid, das wir versuchen zu mildern. Die Menschen haben alles zurückgelassen in Charkiv, in Mariupol, in Mikolaejew, in Kiew, und ihr nacktes Leben gerettet. Unsere Partner um Olga Barzak brauchen dringend Hilfe, um ihrerseits helfen zu können. Derzeit ist die siebte Fahrt im Gebiet unterwegs, ein großer Sprinter vollbeladen mit Lebensmittel, 12 Betten, 2 Waschmaschinen. einem Rollator, Konserven, Milchpulver, Babynahrung, Kinderspielzeug, Kleidung, medizinischer Hilfe usw.
Der Rajon Uzhgorod, eingezwängt in der Ecke zwischen Ungarn und Slowakei, wird weiterhin überschwemmt von Binnenflüchtlingen. In letzter Zeit kamen sie vor allem aus dem Osten und Süden der Ukraine. Sie werden aufgeteilt auf die Verwaltungseinheiten des Rajons, Peretschin versorgt inzwischen über 2000 unglückliche und traumatisierte Menschen. In den Kindergärten und Schulen, die von unserer Partnerin Olga Barzak verantwortet werden, werden derzeit über 1000 Erwachsen und etwa 200 Kinder untergebracht und verpflegt. Allein die Verpflegung, die mit 3€ am Tag für Erwachsene und 2,70 € pro Kind angesetzt ist, kostet täglich über 3000 €. Die Gemeinde zahlt Strom, Gas, Wasser für die Häuser, und Löhne. Soweit diese, ohnehin minimalen Löhne für die BetreuerInnen überhaupt gezahlt werden, werden 50 Prozent als Kriegsabgabe eingezogen. Die Lebensmittel müssen über Spenden kommen.
Inzwischen haben wir starke Partner gefunden. Sternstunden unterstützt unsere Hilfsaktion mit 50 000€, die Josef- und Sybille-Krettner Stiftung mit 1000 €, der Russischlehrerverband mit 950 € und nicht zuletzt die vielen privaten Spender; auch die evangelische Kirche in Rosenheim, die bereits selbst eine Sammelaktion gestartet hatte, fand in uns einen geeigneten Partner, um ihre Hilfe in der Ukraine umzusetzen. Da die Notwendigkeit unserer kontinuierlichen Hilfe inzwischen ersichtlich ist, und auch unsere Spendenaktion nicht zuletzt dank all unserer Mitglieder und Förderer sehr erfolgreich verläuft, haben wir einen großen gebrauchten Transporter bei einen Händler gemietet, dem der Ukrainekrieg ebenfalls sehr zu Herzen geht, und der uns ein Fahrzeug für zwei Monate zu einem extrem günstigen Preis überlassen hat, mit allen Versicherungen und der Erlaubnis, damit in die Ukraine zu fahren.
Leider verfügen „unsere“ acht Kindergärten, in denen die mehr als 1200 Flüchtlinge auf dem Boden schlafen, kaum über Duschen, und nur sehr eingeschränkt über Toiletten, und können so dem Ansturm der vielen Erwachsenen nicht gerecht werden. Zum Glück sind wenigstens die Küchen mit Elektro - oder Gasherden ausgestattet.

Wie geht es weiter? Unsere Unterstützung wird weiter dringend gebraucht. Auch wenn derzeit die ersten Flüchtlinge in die Region Kiew zurückkehren, wird eine große Zahl der Geflüchteten in den jetzigen Unterkünften bleiben, weil ihre Wohnungen zerstört bzw. eine Rückkehr nicht möglich ist. 


Wir sind weiter auf Ihre Spenden und Unterstützung angewiesen!


Hier Berichte über unsere Fahrten in die Ukraine:

1. Fahrt 4.-6.3.2022

 

3. Fahrt 20.-22.3.2022



6.Fahrt 10-12.4.2022 mit Bildern


8. Fahrt 2.-4. Mai 2022
8.Fahrt-mit Bildern.pdf (518.89KB)
8. Fahrt 2.-4. Mai 2022
8.Fahrt-mit Bildern.pdf (518.89KB)
10. Fahrt 16.-18. Mai
10. Fahrt mit Bildern.pdf (883.79KB)
10. Fahrt 16.-18. Mai
10. Fahrt mit Bildern.pdf (883.79KB)