Aktuelles

BAYERISCHE OSTGESELLSCHAFT E.V. Haus des Deutschen Ostens, Am Lilienberg 5 S-Bahn Rosenheimer Platz, Ausgang Schleibingerstraße, Eintritt frei Einladung 16. April 2018, 19 Uhr Eva Gruberová und Helmut Zeller Taxi am Shabbat. Eine Reise zu den letzten Juden Osteuropas Die Autoren des Buches „Taxi am Shabbat. Eine Reise zu den letzten Juden Osteuropas“ (C. H. Beck, September 2017, 18 €), Eva Gruberová undHelmut Zeller, sind unserer Einladung gefolgt und werden beim Jour Fixe am 16. April ihr vielbeachtetes Buch vorstellen. Es wird auch die Möglichkeit bestehen, das Buch zu erwerben. Fast 80 Prozent der Juden, die zerstreut in der ganzen Welt leben, haben ihre Wurzeln in Ostmitteleuropa. Heute findet man in den Ländern des einst kommunistischen „Ostblocks“ nur noch etwa vier Prozent der Juden weltweit. Ihre Schicksale sind fast unbekannt, sowohl in den Medien als auch in der breiten Öffentlichkeit. Allgemeines Desinteresse, Unkenntnis der Sprache, Fortbestand der Stereotypen aus der Zeit des Kalten Krieges, die in osteuropäischen Juden pauschal „die Kommunisten“ sahen, dürften dafür die Hauptursachen sein. Im Gegensatz zu Juden in den westlichen Demokratien mussten sie nicht nur mit dem Trauma des Holocaust leben. Aufgrund ihrer jüdischen Herkunft wurden sie auch nach 1945 stigmatisiert, verfolgt, einem harten Assimilierungsdruck ausgesetzt, im Alltag diskriminiert und von antisemitischen Kampagnen und Übergriffen bedroht. Von der politischen Wende 1989/90 versprachen sich die Juden Ostmitteleuropas auch das Ende ihrer unsichtbaren Existenz. Die Rückbesinnung auf die eigene Identität fällt den meisten jedoch sehr schwer. Viele Juden, die bis 1989 hinter dem Eisernen Vorhang lebten, registrierten mit großer Enttäuschung, dass sie auch von Juden im Westen oder in Israel meistens als „nichtauthentische Juden“ wahrgenommen werden. Sie haben sich zu sehr von der jüdischen Religion entfernt, heirateten Nichtjuden, erzogen ihre Kinder nicht im jüdischen Glauben, so und ähnlich lauten die Vorwürfe Die Fragen der jüdischen Identität in Mittelosteuropa waren, zumindest im Vergleich mit Westeuropa, schon immer besonders kompliziert. Das hat vor allem mit den vielen Grenzverschiebungen in dieser Region zu tun, die unterschiedliche kulturelle und historische Einflüsse zur Folge hatten. Auf diesen makrogeschichtlichen und makrosoziologischen Weg der Betrachtung wollten sich BOGdie Autoren in ihrem Buch aber nicht begeben, Untersuchungen einer ganzen ethnischen Gruppe über geografisch weite Gebiete und lange Zeiträume hatten sie nicht vor. Als Journalisten liegen ihnen die exemplarischen Einzelschicksale viel mehr als die eher abstrakte Betrachtungsweise, die Verallgemeinerungen hervorbringt. Anhand von vielen Gesprächen, historischen Rückblenden und Reportagen wollten sie über die Vergangenheit und die Gegenwart der Juden in Mittelosteuropa erzählen. Ihre Beobachtungen sind eingebettet in die Mikrogeschichten der Regionen, in denen ihre Gesprächspartner leben. Sie begaben uns auf eine literarische Reise zu den „letzten“ Juden Mittel- und Osteuropas und berichten über das jüdische Leben in Karlsbad und in Prag (Tschechien), Bratislava und Bánovce (Slowakei), Budapest (Ungarn), Krakau und Lublin (Polen), Kiew, Lemberg und Odessa (Ukraine), Kaunas und Vilnius (Litauen), Minsk und Nowogrudok (Weißrussland).

Im Vortrag am 16. April in der BOG fassen die Referenten Beobachtungen aus ihren Reisen kurz zusammen. Im Zentrum steht die Ukraine, ein Land, das durch die Maidan-Proteste im Winter 2013/2014 in den Mittelpunkt der internationalen Medienberichtserstattung geraten war. In größeren ukrainischen Städten ist das jüdische Leben wieder präsent. Es gibt mehrere Synagogen und jüdische Organisationen, die jüdische Kommunität ist ziemlich vital. Kann man also über eine Renaissance des jüdischen Lebens in Odessa bzw. in der Ukraine sprechen? Das war eine der Fragen, auf die sie eine Antwort finden wollten. Die Recherche-Reise mussten die Autoren wegen der politischen Situation im Land mehrmals verschieben. Erst im Herbst 2014, während einer Waffenruhe-Phase, flogen sie schließlich hin. Sie trafen und interviewten Überlebende des Holocaust, Vertreter der jüdischen Studenten-Organisation Hillel, Intellektuelle, Rabbiner, jüdische Journalisten sowie Maidan-Aktivisten. Sie erlebten ein gespaltenes Land, in dem es große regionale Unterschiede gab. Sie stellten fest: Der fortdauernde Konflikt im Osten des Landes, das Verhältnis zu Russland, aber auch der Kampf um die Deutung der Vergangenheit spalten nicht nur Nichtjuden, sondern auch die jüdischen Gemeinden. Über die Autoren Sie sind ein Journalisten-Ehepaar. Gemeinsam verfassten sie bei dem C. H. Beck-Verlag bereits das Buch „Geboren im KZ. Sieben Frauen, sieben Kinder und das Wunder von Kaufering I.“ (3. Auflage, 2015). Helmut Zeller (geb. 1955 in München), Redakteur der Süddeutschen Zeitung, Leiter der SZ in Dachau. Berichtet über zeitgeschichtlichen Themen, die Gedenkstätten- und Erinnerungspolitik auch für die überregionalen Ausgaben. Zuletzt erschien von ihm und Abba Naor bei C. H.Beck „Ich sang für die SS. Mein Weg vom Ghetto zum israelischen Geheimdienst.“ (2014) Eva Gruberová (geb. 1968 in Kosice, heute Slowakei, damals Tschechoslowakei), freie Journalistin, Film- und Buchautorin, Referentin an der KZ-Gedenkstätte Dachau. Zwischen 1999-2003 Leiterin des ZDF-Büros für Tschechien und die Slowakei in Prag. Autorin des WDR-Dokumentarfilms „Geboren im KZ“ (Co-Autorin Martina Gawaz), der 2011 bei dem Internationalen Filmfestival in New York eine Silbermedaille.ies ist der Inhalt für das p-Layout-Tag

Aktuelles:

Montag, 19. März 2018 Einladung zum Vortrag Prof. Dr. Peter Barth, Friedensforscher: "Russlands Machtpolitik und die Reaktion der NATO."

Zwischen den USA und Russland ist ein neues nukleares Wettrüsten entbrannt. In Europa könnten neue, gefährliche Raketen (Cruise-Missiles, atomar bestückt) stationiert werden. Europäische Verteidigungspolitiker übersehen seit Längerem geflissentlich, dass sich Amerika und Russland in einem neuen Rüstungswettlauf befinden. Denn was in den kommenden Monaten in Washington und Moskau entschieden wird, könnte zu einer hochriskanten Stationierung neuer Atomwaffen in Deutschland führen. Es könnte sogar, im schlimmsten Fall, das Ende all jener Abrüstungsverträge mit sich bringen, die in den vergangenen 40 Jahren mühsam zwischen Ost und West geschmiedet worden sind. Alles kommt gerade wieder: Ost-West-Spannungen, Raketen, nukleare Angriffsszenarien und Präsidenten, deren Rationalität schwer einzuschätzen ist Anschließend um 20.30 Uhr Jahreshauptversammlung.

RÜCKBLICK

JUGEND KOMMUNIZIERT 1. Bayerisch- Russisches Jugendkulturforum 2017 - Theater und Film -

im EINSTEIN KULTUR Einsteinstraße 42, 80675 München am 18.10.2017 von 10:00 bis 18:00

    Diskussionen Workshops Filmvorführungen Networking

    2016/17 war das deutsch-russische Jahr des Jugendaustausches, initiiert von den Außenministern Russlands und Deutschlands, Sergej Lawrow und Frank-Walter Steinmeier, die auch die Schirmherrschaft für das Jahr übernommen haben und es unlängst in Berlin feierlich beendigten. Im Anschluss daran findet am 18. Oktober in München das Erste Bayerisch-Russische Jugendkulturforum statt, initiiert von der Gesellschaft Russland-Deutschland (Präsidentin Dr. Olga Zinoviev) und der Stiftung « Russkij Mir » (Anatoly Blinov) und durchgeführt in Zusammenarbeit mit den deutschen Partnern OstWestWirtschaftsForum Bayern (Präsident Eberhard Sinner, Vizepräsident Hermann Pönisch) und der Bayerischen Ost-Gesellschaft (Erste Vorsitzende Iris Trübswetter).

     

    Bei der eintägigen Konferenz soll der Stand des bayerisch-russischen Jugendaustauschs festgestellt und speziell auf den kulturellen Bereich überprüft werden. In diesem Jahr stehen die Bereiche Film und Theater im Rampenlicht. Nach neuen Perspektiven der Kommunikation unter jungen Leuten wird gesucht. Bei einer Folgekonferenz könnten Musik & Literatur, Mode & Design in den Fokus rücken.

     

    Die Teilnahme von jungen Film- und Theaterleuten aus beiden Ländern ermöglicht ein spannendes Gespräch, das künstlerische Ideen und ihre Realisierungsmöglichkeiten, Erfahrungen mit der Akzeptanz in der Gesellschaft, Strukturen öffentlicher Förderung und bzw. Behinderung, berufliche Ausbildungswege und Zukunftschancen erörtert und vergleicht. Gemeinsame Strategien werden gesucht. Die zentrale Diskussionsrunde wird Frau Christine Hamel vom BR moderieren.

     

    Darüber hinaus erwarten wir wichtige Vertreter des öffentlichen Lebens aus Deutschland und aus der russischen Föderation, die der Konferenz das nötige politische Gewicht verleihen. Nachmittags teilt sich die Konferenz auf in zwei Workshops. Während im Plenum unter Leitung von Prof. Dr. Martin Fincke (Uni Passau / Krasnojarsk) die konkreten Möglichkeiten von Jugendaustausch, Spracherwerb, Studium im Partnerland, Rolle von Städtepartnerschaften und Stiftungen erörtert werden, treffen sich die Regisseure beim Weltcafe in kleinen Runden mit Interessierten. Hier hat Polina Zinoviev die Regie übernommen. Breiten Raum nimmt die Zusammenfassung der Ergebnisse ein und eröffnet eine Schlussdiskussion. Ende gegen 18 Uhr.

     

    Im Plenum findet Simultanübersetzung statt.

    Programm

    9.30 –10.00 Ankunft Teilnehmer, Registrierung 10.00 –11.00 Grußworte

    Moderation: Anatoly Blinov, Russkij Mir, Vize- Präsident der Gesellschaft Russland- Deutschland

1.00 –11.30 Kaffeepause

11.30 – 13.30 Podiumsgespräch, Vorstellung der Künstler und Regisseure Moderation: Christine Hamel, BR

Aus Deutschland:

Aus Russland:

13.30 –14.30 Mittagessen

Paralleles Programm:

Podiumsdiskussion

Jugendaustausch, Spracherwerb, Schule, Studium, Jugendbegegnungen, Städtepartnerschaften Leitung: Prof. Martin Fincke

Alexey Lyubtsov, Rosmolodezh • Dr. Tatjana Lukina, Kulturzentrum MIR • Oksana Kogan-Pech, RussoMobil • Maria Klimovskikh, JunOst e.V.

Drei Workshops «Theater» + «Film»

(Organisation und Leitung Polina Zinoviev) Gesprächsrunden mit russischen und deutschen Theater- und Filmleuten

16.30 – 17.00 Kaffeepause

17.00 – 18.00

Zusammenfassung, Schlussdiskussion

Änderungen vorbehalten
  • Anmeldung erforderlich! Anmeldeschluss 10.10.2017. Begrenzte Platzzahl! Bitte mit Namen, Anschrift, Telefon und E-Mail-Adresse anmelden. jugendforum@owwf.bayern




    Die Workshops

    JUGEND KOMMUNIZIERT 1. Bayerisch- Russisches Jugendkulturforum 2017 - Theater und Film - im EINSTEIN KULTUR Einsteinstraße 42, 80675 München am 18.10.2017 Workshops für Schüler und Studenten

      1. Vodkatrinkende Bären tanzen im Schneetreiben um einen Samowar

      Der deutsche Drehbuchautor Jochen Greve und der russisch-uzbekische Regisseur Talgat Batalov wollen Klischees inszenieren. In Anlehnung an den Filmklassiker « Die seltsamen Abenteuer des Mr. West im Lande der Bolschewiki » aus dem Jahre 1924 soll ein Filmkonzept erarbeitet werden, das die heutigen gegenseitigen Klischeevorstellungen von Russen und Deutschen in Szene setzt. Zur Vorbereitung wird eine Durchsicht des Films empfohlen. Ferner kann das Thema « Klischee und Vorurteil » bereits im Vorfeld erarbeitet werden.

      2. Ein russisches Märchen als Action-Thriller ?

      Der Regisseur und Leiter der renommierten Neuen Münchner Schauspielschule Vincent Kraupner probt eine dramatische Kampfszene aus einem russischen Theaterstück. Dabei stellt Leonid Semenov die « russische Schule » des Bühnenkampfes vor. Alle dürfen mal zuschlagen.

      Es ist empfehlenswert, das Stück zumindest diagonal gelesen zu haben, um eine Vorstellung von den Handelnden und der Handlung zu bekommen. So sparen wir uns kostbare Zeit während des Workshops.

      3. « Panzerkreuzer Potemkin » reloaded

      Regisseurin Martina Veh will eine berühmte Szene aus einem russischen Kultfilm auf die Bühne bringen. Diese muss aber noch vertont werden – mit einer Musik, die die Kursteilnehmer zusammen mit dem Komponisten Christoph Reiserer vor Ort erschaffen. Das Konzept wird gemeinsam erarbeitet. In diesem Workshop geht es darum, zu einem Stummfilmausschnitt mit dem Computer Musik zu komponieren. Dazu sind keine musikalischen Vorkenntnisse erforderlich, weil wir bestehende Musik, die die Teilnehmer auch gerne in Form von Audiofiles mitbringen können, als Basis verwenden. Diese Aufnahmen werden collagiert, verfremdet und mit Effekten versehen zu dem entsprechenden Film im Computer geschnitten. Die Software für unseren Workshop heißt ableton live. Sie wird, wie der Name schon andeutet, vor allem von Live-Musikern, aber auch in Theatern und für Popmusikproduktionen verwendet und ist sehr intuitiv in Echtzeit zu bedienen. Hier kann man die Testversion herunterladen, die wir auch in unserem Workshop verwenden: https://www.ableton.com/de/trial/ Bitte wenn möglich ein Laptop mitbringen und die Software darauf installieren!

    Anmeldung bis zum 10. Oktober unter Angabe der jeweils gewählten Kurse. Polina Zinoviev, Koordination Workshops polina.zinoviev@yahoo.fr Änderungen vorbehalten
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    Kinderhilfe Peretschin – Transkarpatien - Ukraine der Bayerischen Ostgesellschaft Fahrt vom 6.-13.7.2016

    Von Iris Trübswetter


    Dank der guten Spendensituation (besonderer Dank an Josef-und-Sibylle-Krettner-Stiftung und Sozialfonds Rotary Club Main- burg) und des schlechten Griwnakurses konnten wir in diesem Jahr sogar 52 Kinder aus äußerst armseligen Verhältnissen, vielfach Waisen und Sozialwaisen, im Alter von 6 bis 14 Jahren für die Zeit vom 11. Juli bis 1. August für drei Wochen zum Erho- lungsurlaub ins Ferienlager Barwinok einladen. Wir hatten diesmal kaum gesammelte Kinderkleidung, jedoch für jedes Kind wie- der einen kleinen Rucksack mit einem neuen Handtuch und Hygieneartikeln (Zahnbürste, Zahnpasta, Seife) und ein Kuscheltier und / oder eine Puppe (Tausend Dank an Frau Rossteuscher) oder ein kleines Modellauto. Bereits am Anreisetag waren fast alle Kinder von Lehrern Bürgermeistern, Eltern, Nachbarn aus den Dörfern gebracht worden und die Betreuer hatten alle Hände voll zu tun, sie erst einmal zu waschen, die Läuse zu behandeln und fehlende Kleidungsstücke aus dem Fundus unserer früheren Lie- ferungen zu ersetzen. Für weitere Kleidungsergänzungen und den Einkauf von Schulsachen ließen wir unserer Partnerin vor Ort, der Lehrerin und Leiterin des Ferienlagers, Frau Olga Barsak, etwa 1500 Euro da. Gewogen und ärztlich untersucht werden die Kinder dann von der stets anwesenden Ärztin.

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    Die Kinder kamen fröhlich und hochmotiviert, genossen das gute und reich- liche Essen und durften gleich am ersten Tag nach Herzenslust auf dem Spielplatz spielen oder sich an Fußball oder Basketball beteiligen. Bei flotter Musik wurde abends dann im Hof der erste Gruppentanz eingeübt und Gruppenspiele organisiert. Bei der offiziellen Begrüßung mit Geschenküber- reichung fanden gar nicht alle Kinder Platz auf den Stühlen rund ums Foyer.

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    Mit unserer Hilfe werden nun die Kinder mehrere Ausflüge machen, worauf sie sich besonders freuen. Besuche im Schwimmbad in Uzhgorod, im Schön bornpark (mit Reiten) und auf der Burgruine Newizki stellen Höhepunkte dar, deren glückliche Erinnerung sie über das nächste schwierige Jahr be- gleiten wird und die Hoffnung auf ein besseres Leben weckt. Von ihren Familien haben sie nichts Vergleichbares zu erwarten.


    Der Erhalt des Lagers Barwinok stand schon auf der Kippe, weil die Nachfrage existenzbedrohend nachgelassen hatte. Minimale Einkommen und Wegfall von Förderungen hatten es für die meis- ten Familien der Region unmöglich gemacht, ihre Kinder in Ferienerholung zu schicken, so dass das große Haus mit über 100 Plätzen in den Ferienmonaten bei weitem nicht ausgebucht war. Nun wurde ein Arrangement mit einer anderen Gewerkschaft getroffen, die künstlerisch begabte Kinder aus Kiew und aus dem ganzen Land zum Malurlaub herschickt. So ist plötzlich das Haus wieder voller Leben mit 100 Kindern, die gleichzeitig Spaß haben.

    Für die Bayerische Ostgesellschaft konnte ich heuer eine besondere Würdigung entgegennehmen. Beim groß gefeierten Fest Johanni (nach orthodoxem Kalender erst am 7.7.) mit Johannisfeuern und großem Theaterprogramm der Kinder wurden

    die Sponsoren und Wohltäter des Kinderlagers auf die Bühne gebeten und geehrt. Die BOG ist in den letzten Jahren immer wichtiger geworden für die Auslastung des Lagers und so überreichte mir der Gewerkschaftsvorsitzende unter Dankesworten eine Urkunde und von der Crew von Barwi- nok bekam ich eine Art selbstgebastelte Schultüte mit Papierblumen und Süßigkeiten. Ich ließ es mir nicht entgehen, öffentlich zu danken und meiner Freude darüber Ausdruck zu verleihen, dass wir über die Jahre so vielen Kindern mit diesem Sommerlager helfen konnten.


    Die Lebensmittelhilfe, die nunmehr 10-mal an 13 Familien verteilt wurde, wird regelmäßig dringend erwartet, und neue Famili- en kommen dazu, die ebenfalls dringend Hilfe für die Ernährung ihrer Kinder brauchen. Mehrere Todesfälle sind aufgetreten, die Oma von Ilia ist im Alter von 47 Jahren gestorben, ebenso ein Vater von 5 Kindern im Alter von 45 Jahren, eine Mutter an Tuber- kulose mit 39 Jahren. Zwei neue Babys haben wir angetroffen und drei hochschwangere Frauen. Wir besprachen, inwieweit man die Pakete etwas anders zusammenstellen sollte, um für die Kinder eine vitaminreichere Ernährung zu ermöglichen, und vielleicht auch noch etwas zum Lesen, denn mehr als eine Bibel ist in diesen Haushalten kaum zu finden. Mit Hilfe des Sozialfonds Rotarier Mainburg können wir diese Hilfe auch im kommenden Jahr fortsetzen. Eine ebenfalls äußerst bedürftige Familie wird neu in das Programm aufgenommen, unter der Bedingung, dass die 11 jährige Tochter dann nicht mehr die Schule versäumen muss, um an der Straße Pilze zu verkaufen, damit sie ein paar Griwni für den Lebensunterhalt der Familie verdient.



    Wir konnten einige Familien besuchen, die mit unserer Hilfe ihre baufälligen Häuser ein bisschen sanieren konnten bzw. weiter Hilfe brauchen.

    Für die Familie R., alleinerziehende Frau mit 5 Kindern, konnten wir im Winter neue Fenster einbauen lassen, da die Kinder in ihren Betten fast erfroren wären, doch zeigte es sich nun, dass das Haus wesentlich mehr Sanierungsbedarf hat. Dach und Außenisolierung werden gerade neu gemacht, damit diese fünf großartigen Kinder ein erträgliches Zuhause haben und an die Zukunft glauben können.

    Familie J. in Saritschewo, wo bisher 7 Personen (3 Erwachsene und 4 Kinder) in einem Raum schliefen, hat auf Druck des Bürgermeisters den zweiten, großen Raum des Hauses entmüllt, in dem nun für die vier Kinder ein Zimmer eingerichtet werden kann.




    Doch fehlt es nicht nur an Möbeln und einem Ofen, sondern auch am Bauwerk, das insgesamt nicht so desolat erscheint wie bei Familie R., doch leider im hinteren Bereich des Hauses wegkippt und auseinanderbricht. Dies muss erst gestoppt werden, bevor man dichte Fenster einbaut, an die Decke Platten nagelt und den abgesackten Fußboden richten kann. Für die Kinder ist dieses eigene Zimmer eine echte Chance auf ein besseres Leben. Hier kann auch für die Hausaufgaben ein Tisch mit Stühlen bereitge- stellt werden, was sonst kaum in den Häusern zu finden ist.

    Frau K. in Turia Bystra, eine zupackende, handwerklich begabte Frau, die sich von der Armut nicht unterkriegen lässt, hat mit un-


    serer Hilfe ebenfalls neue Fenster und eine neue Haustür eingebaut. Sie hat im Wohnzimmer einen Estrich gelegt und braucht jetzt noch Geld für den Fußboden. Für ihre drei hübschen Kinder und das erwartete neue Baby eine gute Investition. Wir wer- den Frau Olga Barsak bitten, den Einkauf des Materials finanziell zu ermöglichen und zu überwachen.



     

     

    Der Raum, in dem der kleine Ilja mit seiner Mutter lebte (in Turia Bystra), vor 2 Jahren ein unvorstellbares Dreckloch mit kaputten Fenstern und Löchern in der Wand, ist auf Initiative von Bürgermeister Schkriba zu einem bewohn- baren Raum geworden mit neuen Fenstern, verputzten, gestrichenen Wänden und einem gemauerten Herd.



    Suppenküche

     

    Wie jedes Jahr besuchten wir auch die Sozialstation, besser bekannt als Suppenküche, die in unserem Auftrag im letzten Herbst für einen alten Obdachlosen einen Herd in das von ihm in einem abgelegenen Dorf bewohnte Haus einbauen sollte. Für den Mann, der bisher in dem total verrauchten Haus gehaust hatte, wurde nun plötzlich Empathie empfunden und nicht nur ein Herd eingebaut sondern auch gleich der Raum renoviert, die schwarzen Wände gestrichen und kleine weiße Vorhänge aufge- hängt. Anregungen, mit kleineren Geldbeträgen unterfüttert, wirken in dieser Gegend häufig Wunder.

    Auch heuer ließen wir bei der Sozialstation wieder einen Betrag von 500€, um den etwa 200 peripher betreuten armen, alleinle- benden Menschen in den Dörfern Lebensmittelpakete zu bringen. Dies hatte Anna Lengenfelder schon immer gemacht und wir setzen damit ihre Arbeit fort.


     

    Poliklinik

    Auch die Poliklinik sollte diesmal nicht zu kurz kommen. Unser langjähriger Freund, Dr. Wakarov, ein begabter Chirurg, der Anna Lengenfelder schon immer sehnlichst erwartet hatte, um Geld für den Kauf von dringend benötigtem medizinischem Material für die Klinik zu erbitten, war rehabilitiert wieder zur Stelle, und hatte nun nach seinem früheren Rauswurf den Posten als stell- vertretender Klinikleiter inne. Seine Bitte, Geld für Chemikalien fürs Labor, Inhaliergeräte für Kinder und Gips für Knochenbrüche erfüllten wir gerne. Die eingewechselten Griwni wurden bis zum letzten Groschen ausgegeben und nachgewiesen.

    Die Gesundheitsversorgung ist ein riesiges Problem, da finanziell total unterversorgt. Zwar ist der Arztbesuch kostenlos, die Ärzte sind beamtet, jedoch auf dem Land dünn gesät. Es fehlt den Kliniken und Zahnstationen an Material bis hin zu Spritzen und Ver- bänden, die der Patient selbst mitbringen muss. Auch sämtliche Medikamente sind vom Patienten selbst zu zahlen und vielfach nicht erschwinglich. Frau K., die sich für die Geburt in der Poliklinik angemeldet hat, bekam eine lange Liste, was sie alles mit- zubringen hat. Gesamtpreis 3000 Griwni, zwei Monatseinkommen eines Rentners oder einfachen Arbeiters. Mitzubringen sind Bettwäsche, Nachthemd, Babykleidung, Nabelbinde, Spritze, Arztkittel, Binden und vieles mehr. Wer diesen Betrag nicht auf- bringt, ist auf eine Hausgeburt abseits ärztlicher Versorgung angewiesen mit den entsprechenden Risiken.

    Zahnbehandlungsplätze, von Dr. Hey für die BOG beschafft, transportiert und eingerichtet


     

    Hurra, die Schule Kamjanyzia kann Toiletten bauen

    30 000 € Finanzierung vom Bundesministerium für

    Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit


    Unsere Hartnäckigkeit hat Früchte getragen. Der Antrag der BOG beim Bundesministerium für Ent- wicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit auf Finanzierung (75%) von angemessenen Schülertoiletten für die pädagogisch großartige Gesamtschule in Kamjanyzia wurde nach eher langwieriger Vorarbeit im Juni positiv beschieden, und in Kamjanyzia herrscht eitel Freude. Bei unserem Aufent halt wurden wir gleich am ersten Tag in die Gemeinderatssitzung eingeladen, um uns den Gemein- deverantwortlichen vorzustellen und der BOG ein Gesicht zu geben. Wir wurden mit großem Ap- plaus bedacht, als ich kurz die BOG vorgestellt und den Weg zur Förderung und die nötige Seriosität bei der Durchführung beschrieben hatte. Unser offizieller Partner ist dabei der zvilgesellschaftliche Verein ROKASCH, doch wird die Durchführung bei Schuldirektor und Gemeinde liegen. Bürgermeisterin Maria Koval-Masiuta (rechts) im Sitzungssaal des Rathauses.

     

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    Ich bin darüber außerordentlich glücklich, auch wenn wir als BOG zu dem Projekt noch den versprochenen Anteil in Höhe von 6500€ beitragen müssen. Ich bin sicher, dass uns unsere großzügigen Spender nicht im Stich lassen. Und 3000€ davon haben wir schon voriges Jahr zurückgelegt.

    Noch ein bisschen Statistik

    Im Laufe des Antragsverfahrens wurden auch statistische Daten abgefragt. Ich möchte Ihnen diese mühsam erfragten Daten nicht vorenthalten, da sie die allgemeine Misere besonders gut beleuchten. Hier am Beispiel der Gemeinde Kamjanyzia einige Zahlen: von den 1938 Einwohnern der Gemeinde Kamjanyzia sind etwa 40 % Kinder, Studenten und Rentner. 662 Personen sind berufstä- tig, die Arbeitslosenquote liegt bei 27%. Monatliche Löhne und Gehälter liegen zwischen 1500 bis 2800 Griwni (50-100 €), Arbeits- losengeld und Renten betragen jeweils 1378 Griwni (knapp 50€, Stipendien für Studenten 845 Griwni (29€)

    Zu den Lebenshaltungskosten: Strom, Heizung, Telefon kosten im Monat durchschnittlich 20 €, das Schulessen für ein Kind mo- natlich 7€ und das Kindergartenessen 3,50 €. Die Lebensmittelpreise sind keineswegs so niedrig, wie der Wechselkurs vermuten lässt: Preise für Grundnahrungsmittel: 1 kg Buchweizengrütze 0,58 €, 1 kg Reis 0,79 €, 1 kg Nudeln 0,57€. Bei einem Familieinein- kommen von 50€, Energie und Telefonkosten von 20€, Mittagessen für 3 Kinder in Kindergarten bzw. Schule 15 – 20 €, bleiben für Essen, Kleidung, Hygiene, Busfahren, Schulmaterial, Hausreparatur, Medikamente, Spielzeug im Monat 10-15 €! Selbstversorgung ist an der Tagesordnung mit Anbau von Kartoffeln und Gemüse im Garten, Hasen oder einem Schwein im Stall für den Festbraten und dem Halten einer Kuh, um Milch für die Kinder zu haben. Sammeln von Beeren und Pilzen zum Verkauf (30 Cent das Kilo Waldbeeren) bessern im Sommer das Einkommen auf. Nicht selten bleiben Kinder dem Schulunterricht fern, um mit Hüten der Kuh oder Beeren- / Pilzesammeln und An- der- Straße- Verkaufen das Haushaltseinkommen aufzubessern.

    Die medizinische Versorgung ist katastrophal. Zwar ist die ärztliche Behandlung kostenfrei und findet regelmäßig in Ambulatori- en in den größeren Dörfern statt, doch müssen die Medikamente selbst gekauft werden, was bei westlichen Preisen meist nicht möglich ist.

    In der Gemeinde besuchen 300 Kinder die einzige Schule. (Srednaja Schkola Stufen 1 bis 3). Davon sind 20 Kinder Halbwaisen oder Waisen (6,7%), 36 Kinder (12%) leben bei alleinerziehenden Müttern, 5 Kinder (2 Prozent) sind behindert.

    Dank

    Mein Dank gilt allen Spendern, unseren Partnern in der Ukraine, Claudia Stroppel, unserer Beraterin bei bengo und meinem Sohn Patrick Trübswetter, der mir auf dieser Reise unerlässlicher Begleiter, Berater, Fotograf und Chauffeur war.




    Spenden und Mitgliedskonto:

    Bayerische Ostgesellschaft e.V., IBAN DE14 7015 0000 0908 2302 20.

     

    Nicht genug danken können wir dem Rotary Club Mainburg /Hallertau, der im letzten Jahr und heuer mit namhaften Beträgen unser Kinderprojekt unterstützt hat:

    lebensmittelhilfe für 13 Familien, Winter- und Sommerschuhe für 65 Kinder, Zuschuss zur Kindererholung und Finanzierung von Ausflügen, Sammlung von Kleidung und Transport, Unterstützung der Schule Kamianyzia mit Deutschunterricht.

    Winterschuhe für 65 Kinder und Sommerschuhe für 65 Kinder dank Rotary Club Mainburg

     

    Lebensmittelhilfe für 13 Familien dank Rotary Club Mainburg

     

     

     

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    Frau Kazenwadel beim Vortrag in der BOG.

     

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    Ausstellung
    Alexander Milstein
    Rays and Other Letters
    Computergraphik, Handzeichnung, Text
    14.3.-16.12.2016



    SDI, Sprachenhochschule, Baierbrunner Straße 28,
    81379 München, U3 Obersendling, BOB, S Bahn Siemenswerke


    Die Bayerische Ostgesellschaft veranstaltet zusammen mit dem SDI München in dessen Räumen eine ganz besondere Kunstausstellung. Wir stellen Alexander Milstein, der bisher ausschließlich als Autor russischsprachiger Romane und Essays hervortrat, zum ersten Mal mit seinem graphischen Werk vor. Das umfangreiche Oeuvre ist parallel zu den Romanen entstanden und bisher über Facebook nur einem kleinen internationalen Freundeskreis aus der Kunstszene bekannt. Die unmittelbare Intensität der Bilder und Zeichnungen, großflächig projiziert in Verbindung mit einer Dichterlesung in der BOG (Übersetzer David Drevs, SDI) ließ den Plan zu einer ersten Ausstellung in Form von Ausdrucken der Computergraphiken reifen.
    Milstein ist ein großartiger Fabulierer und ein präziser Beobachter zugleich. Wir können die Bücher lesen ohne die Bilder zu kennen, und wir können die Bilder genießen, ohne die Bücher gelesen zu haben. Und doch sind Text und Bild eng miteinander verwoben. Jedes Bild erzählt eine eigene Geschichte und bezieht sich doch auf einen Text, sei er schon geschrieben oder erst eine Idee, und jeder Text beschwört ein Bild. Wo Bild und Text zusammentreffen, findet man nicht eine Illustration, sondern eine Erweiterung hinein in eine phantastische Welt. Während der Text präzise wiedererkennbare Orte und Persönlichkeiten, etwa im Roman „Pinoktiko“ die Münchner Kunstszene, das Hotelfoyer, die Isar zur Grundlage der ausufernden Handlung macht, führt uns der Zeichner in eine plakativ grellfarbige, reduzierte Landschaft, in der die Idee eines absurden Plots wie selbstverständlich aufkeimt.
    Alexander Milstein, geboren 1963 in Charkow (Ukraine), absolvierte zunächst ein Mathematikstudium, bevor er sich 1988 dem Schreiben zuwandte. Bisher auf Russisch erschienen sind der Erzählband Schkola kibernetiki (Moskau 2002), die Romane Serpantin (Мoskau 2008), Pinoktiko (Charkow 2008) und Kontora Kuka (Moskau 2012), ein Sammelband mit Langerzählungen unter dem Titel Kodex paraschjutista (Charkow 2013) sowie zuletzt der Roman Parallelnaja akzija
    (Мoskau 2014). 2008 erschien in Moskau seine russische Übersetzung von Judith Hermanns „Sommerhaus später“. Daneben hat Alexander Milstein sowohl Prosatexte als auch Artikel in diversen Zeitschriften publiziert. Seit 1995 lebt er in München.
    Kontakt: Iris Trübswetter, itruebswetter@web.de

     

     


     

    aus des Deutschen Ostens, am Lilienberg 5, S-Bahn Rosenheimer Platz,
    gegenüber Gasteig, Ausgang Schleibinger Straßeaus des Deutschen Ostens, am Lilienberg 5, S-Bahn Rosenheimer Platz,
    gegenüber Gasteig, Ausgang Schleibinger Straße

    Die Beschreibungen zu allen Vorträgen finden Sie im neuesten Infoblatt

    Das Sonderheft zur Fahrt nach Transkarpatien 2014 finden Sie hier

    In Memoriam Anna Lengenfelder (pdf)

     


    Wer wir sind und was wir wollen

    Die Bayerische Ostgesellschaft wurde Anfang 1973 gegründet, damals unter dem Namen "Bayerische Gesellschaft zur Förderung der Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und der Sowjetunion e.V." Sie setzte sich zum Ziel, die neue Entspannungspolitik gegenüber Osteuropa durch persönliche Begegnungen und Austausch im kulturellen und wirtschaftlichen Bereich zu fördern und so zur Aussöhnung mit den in der Sowjetunion lebenden Menschen beizutragen.

    Heute betätigen wir uns vor allem in den folgenden Bereichen:

    • Informationsveranstaltungen (Jour fixe, Seminare) über die Länder unseres Interesses
    • Förderung von persönlichen Begegnungen, Einladungen zu Fortbildungsseminaren
    • Ukrainehilfe: Erholungsaufenthalte für vernachlässigte Kinder in Peretschin im Jugendlager Barwinok in Transkarpatien, Deutschunterricht an der Mittelschule Kamianizia, Armenküche in Peretschin, Unterstützung der Poliklinik Peretschin
    • Kirgistanhilfe des Ehepaars Dr. Hey. Medizintechnische Hilfe, Zusammenarbeit mit Krankenhäusern und Hilfsorganisationen, Frauenhaus in Bischkek in Zusammenarbeit mit der Organsiation SEZIM, Patenschaften, Aufbau kleiner Werkstätten, Kleinkredite für Frauen
    • Reisen außerhalb der Touristenzentren mit persönlichen Begegnungen

    Unser "Jour fixe" findet in der Regel am dritten Montag jedes Monats (außer Ferienzeiten) um 19.00 Uhr im Haus des Deutschen Ostens, Am Lilienberg 5, S Bahn Station Rosenheimer Platz, in München statt. Die Vorträge informieren über Geschichte, Literatur, Film und die aktuelle politische und soziale Struktur in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion: Wir legen Wert darauf, dass unsere Refenten aus eigener Erfahrung oder eigener Forschungsarbeit berichten.

    Gäste sind bei all unseren Veranstaltungen herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei.

    3-4mal jährlich versenden wir an unsere Mitglieder unser Mitteilungsblatt mit Berichten über unsere Arbeit und Hinweisen auf bevorstehende Termine.

    Mit zwei Regionalkonferenzen 2010 und 2012 haben wir nicht nur wichtige Themen der Zusammenarbeit mit unseren östlichen Partnern analysiert, sondern vor allem auch das Netzwerk zwischen bayerischen zivilgesellschaftlichen Akteuren mit Zielgebiet ehemalige UDSSR enger geknüpft.

    Wir sind Mitglied im Bundesverband Deutscher West-Ost-Gesellschaften (BDWO), der Veranstaltungen größerer Reichweite (Fachtagungen, Symposien, Kulturreisen) organisiert und einige spezifische Arbeitskreise unterhält. Außerdem nehmen wir am RUNDEN TISCH KIEW der Stadt München teil. Wir arbeiten mit dem Moskauer Verein "Freunde Bayerns e.V." zusammen.

    Unsere Arbeit erfolgt ehrenamtlich. Sie wird ermöglicht durch Mitgliedsbeiträge, Privatspenden, Dr. Josef und Sybille Krettner Stiftung (Ukraine), Rotary Club Mainburg, Rotary Club Rosenheim, Lions Club Freising, Honorarkonsul Reinhold Krämmel Stiftung (Kirgistan) und fallweise öffentliche Zuschüsse.

    Auskünfte über uns und unsere Arbeit erteilen Ihnen gerne die Mitglieder des Vorstands.

    Siehe Impressum.